So wie in den Vergleichsstudien der letzten Jahre votiert eine große
Mehrheit der Wienerinnen und Wiener dafür, dass man zwar am generellen
Drogenverbot festhalten, aber keine Kriminalisierung von Drogenabhängigen
vornehmen sollte, um sie nicht noch stärker an den sozialen Rand zu drängen.
70 Prozent der Befragten sind von der Richtigkeit dieses Ansatzes überzeugt.
Dementsprechend hält nur eine Minderheit von 20 Prozent Haftstrafen wegen
Drogenkonsum für sinnvoll.
Rund drei von zehn Befragten halten inzwischen eine Liberalisierung bei Cannabisprodukten
für sinnvoll, etwa in Form der Zulassung so genannter Haschischcafes. Seit
1995 sind die diesbezüglichen Akzeptanzwerte konstant angestiegen. Bei
den unter 50-Jährigen sowie seitens der oberen Bildungsschicht (ab Matura)
votieren etwa 40 Prozent für eine entsprechende Liberalisierung in diesem
Bereich.
Mit großer Mehrheit abgelehnt wird die völlige Freigabe des Drogenkonsums
und des Drogenhandels. Acht von zehn Befragten erachten dies jedenfalls für
den falschen Weg; eine generelle Liberalisierung würden nur 6 Prozent der
Bevölkerung befürworten.
Frage: Ich lese Ihnen einige mögliche Regelungen für den Suchtmittelbereich
vor. Geben Sie bitte jeder dieser möglichen Regelungen eine Note von 1
bis 5, je nachdem für wie sinnvoll Sie die jeweilige Maßnahme halten.
Note 1 bedeutet "sehr sinnvoll", Note 5 bedeutet "gar nicht sinnvoll".
(in Prozent)