Kein Pflanz: Ministerium baut Hasch an
Was jedermann verboten ist – darf das
Gesundheitsministerium von Andrea Kdolsky jetzt ganz legal:
Cannabis anbauen.
Eine französische Agenturmeldung brachte ans Tageslicht,
was hierzulande noch sehr wenige wissen: Seit einer Änderung
des Suchtmittelgesetzes Anfang Juli ist es dem Staat – unter
strengsten Rahmenbedingungen – erlaubt, für medizinische und
wissenschaftliche Zwecke Cannabis zu züchten.
Ein Insider erklärt, was jetzt möglich und was bereits
durchgeführt wird: „Es geht um eine Alternative zur Behandlung
schwerer chronischer Schmerzen. Forscher haben schon lange
erkannt, dass Cannabis hier gut helfen kann.“ Konkret geht es
um den Inhaltstoff THC, der bisher nur synthetisch als
Dronabinol produziert werden durfte. „Mit Absprache der
Vereinten Nationen und der EU ist es uns jetzt erlaubt, diesen
Wirkstoff pflanzlich herzustellen. Ein Pilotprojekt läuft
bereits“, verrät der Insider.
Streng geheim
In einer Halle im Norden Wiens werden die ersten
Cannabispflanzen indoor aufgezogen – in Zukunft ist geplant,
auf insgesamt 1.200 Quadratmetern Drogenstauden anzubauen. Der
Standort wird geheim gehalten, damit Süchtige erst gar nicht
in Versuchung kommen einzubrechen. Außerdem sei die
Produktionsstätte natürlich streng überwacht.
Offiziell betrieben wird die Cannabisherstellung von der
Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages), die
dem Gesundheitsministerium unterstellt ist. Die Ages wiederum
hat erst kürzlich einen Vertrag mit einer privaten Firma
abgeschlossen, die das gewonnene THC pharmazeutisch, sprich zu
Tabletten oder Infusionen, verarbeitet. Der Insider: „Durch
die natürliche Herstellung wird der Wirkstoff günstiger, der
Reinheitsgrad ist größer und man kann mehr gewinnen.“
[Quelle: oe24.at, Autor: Roland Kopt]
Bleivergiftung nach Marihuanakonsum
Ungeahnte gesundheitliche Folgen hatte der
Konsum von Cannabis aus dem Schwarzmarkt für zwei Jugendliche aus dem Bezirk Sankt
Pölten. Beide haben eine schwere Bleivergiftung erlitten,
offenbar ausgelöst durch verseuchtes Marihuana.
Zwei Jugendliche aus dem Bezirk St.Pölten
Ein 17-Jähriger wird mit akuten Bauchkrämpfen in das
Landesklinikum St. Pölten eingeliefert. In weiterer Folge wird
der Jugendliche ins AKH nach Wien überstellt. Dort wird als
Ursache der Schmerzen eine schwere Bleivergiftung
diagnostiziert. Wie sich herausstellt, stammt diese Vergiftung
offenbar vom wiederholten Konsum von Cannabiskraut das mit Schwermetallen kontaminiert
war.
Nach den Erhebungen der Polizei wird noch ein zweiter
Jugendlicher aus dem Raum St.Pölten ausgeforscht, der
ebenfalls Marihuana aus der gleichen Quelle konsumiert hat.
Auch bei ihm wird eine Bleivergiftung festgestellt.
Die Jugendlichen haben das Cannabiskraut in einem Lokal in Wien
gekauft, nach Erhebungen der Polizei stammt das Suchtgift aus
dem Raum Leibzig in Deutschland. Dort wurden 19 weitere Fälle
von Bleivergiftungen bei nach dem Konsum von Cannabis festgestellt.
[Quelle:
noe.orf.at]
Anmerkung der CAM-Redaktion:
Cannabis wird am Schwarzmarkt sichtlich mit Blei und
anderen oft sehr giftigen Substanzen kontaminiert um beim
Verkauf ein höheres Gewicht und somit auch einen höheren Preis
zu erzielen.