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News 2008

Kein Pflanz: Ministerium baut Hasch an

Was jedermann verboten ist – darf das Gesundheitsministerium von Andrea Kdolsky jetzt ganz legal: Cannabis anbauen.

Eine französische Agenturmeldung brachte ans Tageslicht, was hierzulande noch sehr wenige wissen: Seit einer Änderung des Suchtmittelgesetzes Anfang Juli ist es dem Staat – unter strengsten Rahmenbedingungen – erlaubt, für medizinische und wissenschaftliche Zwecke Cannabis zu züchten.

Ein Insider erklärt, was jetzt möglich und was bereits durchgeführt wird: „Es geht um eine Alternative zur Behandlung schwerer chronischer Schmerzen. Forscher haben schon lange erkannt, dass Cannabis hier gut helfen kann.“ Konkret geht es um den Inhaltstoff THC, der bisher nur synthetisch als Dronabinol produziert werden durfte. „Mit Absprache der Vereinten Nationen und der EU ist es uns jetzt erlaubt, diesen Wirkstoff pflanzlich herzustellen. Ein Pilotprojekt läuft bereits“, verrät der Insider.

Streng geheim
In einer Halle im Norden Wiens werden die ersten Cannabispflanzen indoor aufgezogen – in Zukunft ist geplant, auf insgesamt 1.200 Quadratmetern Drogenstauden anzubauen. Der Standort wird geheim gehalten, damit Süchtige erst gar nicht in Versuchung kommen einzubrechen. Außerdem sei die Produktionsstätte natürlich streng überwacht.

Offiziell betrieben wird die Cannabisherstellung von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages), die dem Gesundheitsministerium unterstellt ist. Die Ages wiederum hat erst kürzlich einen Vertrag mit einer privaten Firma abgeschlossen, die das gewonnene THC pharmazeutisch, sprich zu Tabletten oder Infusionen, verarbeitet. Der Insider: „Durch die natürliche Herstellung wird der Wirkstoff günstiger, der Reinheitsgrad ist größer und man kann mehr gewinnen.“

[Quelle: oe24.at, Autor: Roland Kopt]


Bleivergiftung nach Marihuanakonsum

Ungeahnte gesundheitliche Folgen hatte der Konsum von Cannabis aus dem Schwarzmarkt für zwei Jugendliche aus dem Bezirk Sankt Pölten. Beide haben eine schwere Bleivergiftung erlitten, offenbar ausgelöst durch verseuchtes Marihuana.

Zwei Jugendliche aus dem Bezirk St.Pölten
Ein 17-Jähriger wird mit akuten Bauchkrämpfen in das Landesklinikum St. Pölten eingeliefert. In weiterer Folge wird der Jugendliche ins AKH nach Wien überstellt. Dort wird als Ursache der Schmerzen eine schwere Bleivergiftung diagnostiziert. Wie sich herausstellt, stammt diese Vergiftung offenbar vom wiederholten Konsum von Cannabiskraut das mit Schwermetallen kontaminiert war.

Nach den Erhebungen der Polizei wird noch ein zweiter Jugendlicher aus dem Raum St.Pölten ausgeforscht, der ebenfalls Marihuana aus der gleichen Quelle konsumiert hat. Auch bei ihm wird eine Bleivergiftung festgestellt.

Die Jugendlichen haben das Cannabiskraut in einem Lokal in Wien gekauft, nach Erhebungen der Polizei stammt das Suchtgift aus dem Raum Leibzig in Deutschland. Dort wurden 19 weitere Fälle von Bleivergiftungen bei nach dem Konsum von Cannabis festgestellt.

[Quelle: noe.orf.at]

Anmerkung der CAM-Redaktion:
Cannabis wird am Schwarzmarkt sichtlich mit Blei und anderen oft sehr giftigen Substanzen kontaminiert um beim Verkauf ein höheres Gewicht und somit auch einen höheren Preis zu erzielen.

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