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News 2010

Hanfmedizin Weltkongress

Hanf, Cannabis, Marihuana - seit Jahren explodiert das Wissen um den medizinischen Nutzen dieser wertvollen, aber immer noch verbotenen Arzneipflanze. Seit noch mehr Jahren halten sich hartnäckige Vorurteile.

Der erste Cannabismedizin-Kongress Österreichs verspricht objektive, aktuelle Informationen für Experten und Publikum.

Vom 29.-31. Oktober 2010 treffen sich Experten aus aller Welt in Wien zum Ersten Österreichischen Cannabismedizin-Kongress, der zugleich auch eine der weltweit ersten einschlägigen Veranstaltungen ist, die eine Brücke zwischen den Welten - Ärzte, Apotheker, Wissenschaftler und Patienten - errichten will. Ganz bewusst findet der Kongress deshalb parallel zur 3. Auflage der Hanfmesse Cultiva statt. Das Wissen soll dahin gelangen, wo es gebraucht wird. Zu den Menschen. Die "Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin" kurz CAM Austria konnte dafür 25 namhafte Referenten aus dem Bereich Medizin gewinnen.

"Natürliches Cannabis ist die Medizin der Zukunft", ist Dr. Kurt Blaas, Vorreiter für den therapeutischen Einsatz von Cannabis und Cannabinoiden in Österreich, überzeugt. "Es ist sehr breit einsetzbar, außerordentlich sicher und weist nur geringe Nebenwirkungen auf." 

Cannabis? Marihuana, die illegale Droge? Ein Medikament?

"Viele Länder erlauben bereits natürliches Cannabis in der Medizin. In Österreich ist lediglich der Hauptwirkstoff zugelassen, das THC, das unter dem Namen Dronabinol abgegeben wird, obwohl die Republik selbst seit zwei Jahren Medizinalhanf anbauen lässt.

Das größte Hemmnis für eine weitere Verbreitung der uralten Arznei sei ihre Einstufung als Suchtmittel: "Das schreckt viele Ärzte und Patienten ab, die verständlicherweise nicht mit einer illegalen Droge in Zusammenhang gebracht werden wollen. Man sollte sich aber bewusst machen, dass diese Einstufung wissenschaftlich völlig unhaltbar ist. Von den vielen schwer suchtpotenten Substanzen, die am Pharmamarkt sind und bedenkenlos verschrieben und eingenommen werden, will ich gar nicht reden." so Dr. Blaas.

Anfangs, kamen fast nur extrem schwere Fälle zu ihm - fortgeschrittene Multiple Sklerose, austherapierte Schmerzsyndrome, Krebs im Endstadium, berichtet Dr. Blaas, "Mittlerweile nützen auch viele Patienten mit z.B. Depressionen, Migräne oder Burn-out die heilsam entspannende und gemütsaufhellende Wirkung des THC."

"Vom Joint auf Krankenschein kann natürlich auch nicht die Rede sein;" ergänzt der Cannabisdoktor "Rauchen ist grundsätzlich keine medizinisch akzeptable Konsumform. Es gibt Tropfen und Extrakte, Sprays und ganz neu ein für den medizinischen Gebrauch zugelassenes Inhalationsgerät, bei dem keine Verbrennung stattfindet." In Deutschland wird gerade eine Umstufung des Cannabis diskutiert, um natürliche Zubereitungen für therapeutische Zwecke zulassen zu können."

Infos zu Kongress, Referenten, Vortragsthemen und -zeiten auf der Cultiva Homepage

Rückfragehinweis:
Cultiva GmbH
Mag. Harald Schubert 
info@cultiva.at  / www.cultiva.at  
Tel.: 02236 / 377 071 -16 

[Quelle: ots.at, Helmuth Santler, CAM]



Informationen zum Österreichschen Hanfbeirat

Artikel aus dem Grow-Magazin

"Natürlicher Hanf besser als synthetische Derivate"

Klassischer Einsatz in der Schmerztherapie - Mediziner kritisiert: Stigma gegen natürlichen Hanf als Politikum

Washington DC/Wien - Forscher der University of Texas haben ein synthetisches Marihuana-Derivat entwickelt, um die negativen Nebenwirkungen von Cannabis auszuschalten. Die neue Substanz namens MDA19 hat eine ähnliche Wirkung wie die aktiven Bestandteile im Cannabis - allerdings ohne Nebenwirkungen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Anesthesia & Analgesia.

Anwendung unter Aufsicht
MDA19 hätte das Potenzial neuropathische Schmerzen ohne Nebeneffekte im Zentralnervensystem hervorzurufen, so die Forscher. Für den österreichischen Mediziner Kurt Blaas, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft "Cannabis als Medizin" ist dies ein weiteres Beispiel des immer noch existierenden Stigma gegenüber dem natürlichen Hanf als Arzneimittel. Blaas ist das so häufig vorgebrachte Argument mit den Nebenwirkungen bekannt. Bei Einhaltung der vom Mediziner verordneten Dosis sei eine Überdosis aber praktisch ausgeschlossen. Dennoch muss die Anwendung auf alle Fälle von qualifizierten Ärzten kontrolliert werden, betont der Mediziner.

Der Mediziner sieht die Verabreichung von synthetischen Monosubstanzen kritisch: "Sie können der natürlichen Pflanze mit ihren zahlreichen Substanzen nicht Paroli bieten". Aus rechtlichen Gründen setzt man derzeit aber auch beim natürlichen Cannabis auf die zwei Mono-Substanzen Dronabinol und Cannabidiol, die beide aus kontrolliert angebauten Pflanzen gewonnen werden.

Klassischer Einsatz in der Schmerzmedizin
Für eine Legalisierung von Cannabis tritt Blaas nicht ein, wohl aber für eine Entkriminalisierung. "Wir wollen das natürliche Cannabis für die medizinische Anwendung fördern, denn dadurch ergibt sich eine breitere Behandlungspalette." Der klassische Einsatz liege ganz sicher in der Schmerztherapie. In der Zwischenzeit gibt es aber eine ganze Reihe von anderen Leiden, bei denen Cannabis sich bewährt hat: "Bewiesen ist, dass Dronanbinol muskelrelaxierend, beruhigend, stimmungsaufhellend, appetitanregend, übelkeitshemmend, schmerzstillend, bronchienerweiternd und augeninnendrucksenkend wirkt", erklärt der Arzt. (pte/red)

[Quelle: derstandard.at]


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Wichtige Änderung!

Da sich seit der Mitgliederversammlung am 2.Oktober 2009 in Rüthen die Satzung geändert hat, ist folgendes zu beachten!

Es ist für die Mitglieder möglich, zu entscheiden, ob sie weiterhin Mitglied sowohl der ACM (für Deutschland und Schweiz) bzw. CAM (für Österreich) als auch (wie bisher) der IACM zu bleiben oder zukünftig nur der ACM bzw. der IACM zu sein.

Das heißt nun für unsere Mitglieder in Österreich, dass sie , wenn sie nur bei der CAM Mitglied sind, die vierteljährliche Zeitung nicht automatisch bekommen, sondern nur wenn sie auch Mitglied der IACM sind.

Mitglieder der IACM zahlen einen höheren Mitgliedsbeitrag und bekommen auch automatisch die Zeitung.

 

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