Vereinsgeschichte

1998 wurde Dr. Kurt Blaas von Mag. Helmuth Santler (vormals Österreichisches Hanfinstitut) eingeladen, am Aufbau einer Arbeitsgruppe zum Einsatz von Cannabis in der Medizin mitzumachen. In Zusammenarbeit mit Franjo Grotenhermen wurde ein kleiner, österreichischer „Ableger” der ACM Deutschland aufgebaut.

1999 wurden einige einschlägige Veranstaltungen der ACM in Deutschland besucht, damit Fachkompetenz erworben. Kurt Blaas wurde in den Vorstand der ACM Deutschland (jetzt IACM) berufen und löste damit Helmuth Santler als „österreichische Vertretung“ ab. Mittels Gutachten unterstützte Dr. Blaas einige Patienten, die wegen Cannabisdelikten gerichtlich belangt wurden, in ihrer Argumentation in Bezug auf den therapeutischen Hintergrund ihres Konsums.

Am 10.3. 2000 wurde die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (CAM) in Wien durch das Zusammenwirken von Dr. Blaas, Mag. Wezstein, Dr. Hammel und Mag. Santler gegründet. CAM ist auch Gründungsmitglied der IACM (Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin), Vorstand Dr. Grotenhermen, Köln.
Mag. Kotek importierte aus Deutschland reines THC, was erstmals eine Rezeptur von Dronabinol in Österreich ermöglichte.

2001: Durch die Zusammenarbeit mit Mag. Dolischka und Mag. Pirker (HBLVA für chem. Industrie) wurde eine quantitatives Analyseverfahren zur Bestimmung des THC-Gehaltes entwickelt. In Zusammenarbeit mit Peter Rausch wird auch an einem Verfahren zur kostengünstigen Herstellung von Dronabinol gearbeitet.

Kurt Blaas arbeitet intensiv an neuen Behandlungsmodellen von verschiedenen neurologischen, aber auch internistischen Problempatienten mit der Substanz Dronabinol.

Mit Dr. Hammel wurde begonnen, Selbsthilfegruppen (für MS- und andere PatientInnen) aufzubauen.

2002: Die Ende 2001 in Betrieb genommene Homepage wird gut angenommen. Pro Monat laufen im Durchschnitt 2-6 konkrete Anfragen ein und die Zugriffstatistik beginnt sich zunehmend zu entwickeln. Es wird versucht juristisch geschulte Personen zur Mitarbeit im Verein zu gewinnen, auch Psychologen erkundigen sich bei div. Treffen Anwendungsmöglichkeiten im therapeutischen Bereich.

2003: Eine Studie zur Erhebung der medizinischen Verwendung von Cannabis und –Derivaten in Österreich wird gestartet. Man erhofft sich eine Unterstützung durch die Homepage. Kurt Blaas erstellte eine Powerpoint-Präsentation zum Thema. Eine Präsentation derselben erfolgt im Rehabilitationszentrum Weißer Hof durch die Selbsthilfegruppe. Die 2. IACM-Konferenz in Berlin wird besucht.
Es gibt Gespräche mit dem Gesundheitsministerium und div. Krankenkassen.

2004: Besuch der 3. IACM Konferenz in Oxford. Durchschnittlich 2 Patientenkontakte pro Woche in Sachen Cannabismedizin bei Dr. Blaas. Die Zugriffe auf die Homepage konsolidieren sich und betragen 40-50 Besuche täglich. Infoveranstaltungen bei politischen Parteien.

2005: IACM-Konferenz in Leiden /Holland. Die Fa. Bionorica eröffnet ein Cannabinoid-Forschungscenter in Innsbruck. Es gelingt leider nicht, weitere Ärzte und Juristen zur Mitarbeit zu bewegen.

2006: In Zusammenarbeit mit der Weltapotheke wird erstmals die natürliche Cannabinoidzubereitung „SATIVEX“ der Fa. GW Pharmaceuticals nach Österreich importiert. Statutenänderungen, auch in der Hinzufügung des Wortes „Austria“ im Namen.

2007: Bei der IACM-Konferenz in Köln werden erste Kontakte zu holländischen Behörden und Cannabinoid-Herstellern geknüpft. Dies ist der Beginn eines intensiven Erfahrungsaustausches. Viele engagierten Mitglieder sind von langjährigen, Großteils nicht fruchtbaren Bemühungen enttäuscht. Aus gesundheitlichen Gründen muss z.B. Frau Daniela Hammel ihr Engagement für die SECAM Selbsthilfegruppe zurücknehmen, Helmuth Santler scheidet aus dem Vorstand aus. Andreas Holy übernimmt die Betreuung der Homepage, die immer wieder aktualisiert wird.

2008: Es kommt zu Veränderungen im Vorstand. Die erste Hanfmesse in Vösendorf findet statt, wo sich CAM einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Die laufenden monatlichen Infotreffen werden gut besucht. CAM veranstaltet einen Infoabend zum Thema „Cannabis und Recht“ im Juridicum.

2009: Bei der 2. Hanfmesse in Vösendorf wird der Stand der Cannabismedizin nahezu gestürmt. Wie schon bei der ersten Hanfmesse beteiligt sich CAM sehr intensiv bei der Planung und Gestaltung des wissenschaftlichen Rahmenprogrammes. Es kommt zum Wiederaufleben langjähriger Vernetzungen mit vielen Kontakten in Österreich. Selbstredend werden natürlich die IACM-Kongresse besucht.

2010: Es erfolgt ein neuerlicher Anlauf zur Legalisierung von natürlichen Cannabispräparaten im Gesundheitsministerium. Vernetzungstreffen mit anderen Legalisierungsgruppen finden statt. Der ursprüngliche Beschluss aus 2008 für CAM die Aufnahme in die Liste der spendenbegünstigten Vereine wird umgesetzt. Erstmals organisiert CAM einen größeren medizinischen Kongress im Rahmen der Hanfmesse Cultiva 2010.