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Die Gesundheitskompetenz ist als drittes Gesundheitsziel der 10 Rahmengesundheitsziele für ein gesünderes Österreich der Bundesgesundheitskommission und ist vom Ministerrat im Jahr 2012 fixiert worden. 

Der Ursprung der Gesundheitskompetenz liegt im englischen Begriff „Health Literacy“, der die Lesefähigkeit des klinisch-medizinischen Bereichs (einfache medizinische Informationen verstehen, wie z.B. Beipackzettel lesen) umfasst und zum ersten Mal im Jahr 1998 von WHO definiert worden war. Im Laufe der Jahre wurde dieser Begriff durch die sozialen Kompetenzen und kognitiven Fertigkeiten ergänzt.  

Das Gesundheitssystem ist äußerst komplex gestaltet und es fällt den Patient*innen nicht immer leicht, sich darin zurechtzufinden und gesundheitsrelevante Informationen für sich zu nutzen. Die ausgeprägte Gesundheitskompetenz soll den Patient*innen die Orientierung im Gesundheitswesen erleichtern, ihr Konsumverhalten steuern sowie die Fähigkeit verbessern selbstbestimmte Entscheidungen in gesundheitlichen Fragen zu treffen, sich gesundheitspolitisch zu engagieren und die Arbeitswelten gesundheitsfördernd zu gestalten.

Mit der Stärkung der Gesundheitskompetenz des Einzelnen setzt man sich zum Ziel die Verhältnisse des gesamten Gesundheitssystems zu fördern - dies umfasst die Diagnostik, Prävention, Gesundheitsförderung, Krankenbehandlung, Rehabilitation, Pflege und Betreuung. Mit der ausgeprägten Gesundheitskompetenz verbessert sich die Compliance der Patient*innen, somit können die Patient*innen zusammen mit den Ärzt*innen sowie medizinischem Personal die Anweisungen und Empfehlungen gemeinsam ausarbeiten und auch denen folgen.

Deshalb haben wir es uns zum Ziel gesetzt die Gesundheitskompetenz der Patient*innen auch im Bereich der Cannabinoid-Medizin zu stärken. Der cannabismedizinische Bereich ist im österreichischen Gesundheitswesen noch nicht fest verankert wie viele andere medizinische Bereiche (z.B. Arbeits-, Umwelt-, Sport- oder Ernährungsmedizin). Diese Lücke wird u.a. von der Ordination Dr. Kurt Blaas gefüllt, da er sich gemeinsam mit seinem Team um die umfassende und qualitätsgesicherte Patient*innen Betreuung kümmert. Zur Förderung der Gesundheitskompetenz im cannabismedizinischen Bereich gehören die regelmäßigen Informationsveranstaltungen für die Patient*innen, ausführliche Sprechstunden sowie die Broschüre mit wichtigen medizinischen Informationen auf einem Blick.


In der Informationsveranstaltung werden die Patient*innen über die Geschichte, die Anwendungsgebiete und Wirkungsmechanismen der Cannabinoide und der Pflanze Cannabis aufgeklärt. Weiters werden die juristische und gesundheitspolitische Situation (ärztliche Versorgung, Behandlungskosten und Kostenübernahme durch die Krankenkassen) ausführlich dargestellt.  Im Anschluss der Informationsveranstaltung haben die Patient*innen die Möglichkeit, noch offene und persönliche Fragen mit Dr. Blaas direkt zu klären. Dieser Ablauf ermöglicht den Patient*innen eine bessere Einschätzung, ob die Cannabismedizin für ihre Gesundheit gewinnbringend ist und somit zur Förderung der Gesundheitskompetenz beiträgt.

Österreichische Platform Gesundheitskompetenz; (cited 30.05.2020). https://oepgk.at/glossary/gesundheitskompetenz-2/

Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF). Gesundheitsziele Österreich. Entstehung und Umsetzung; (cited 30.05.2020).
 https://gesundheitsziele-oesterreich.at/entstehung-und-umsetzung/

Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF). Gesundheitsziele Österreich.
Gesundheitsziel 3; (cited 30.05.2020).
https://gesundheitsziele-oesterreich.at/website2017/wp-content/uploads/2017/05/bericht-arbeitsgruppe-3-gesundheitsziele-oesterreich.pdf 

Ordination Dr. med. univ. Kurt Blaas. Terminvereinbarung; (cited 30.05.2020). https://www.ordinationblaas.at/Terminvereinbarung/ 

Akademie der Ärzte. ÖÄK-Diplome; (cited 30.05.2020).
https://www.arztakademie.at/diplome-zertifikate-cpds/oeaek-diplome/

Kurt Blaas. Behandlungsprocedere in der Ordination von Dr. Kurt Blaas. In: Kurt Blaas (Hg.). „Cannabismedizin. Ein praktischer Ratgeber für Patienten und Patientinnen“. Wien: New Academic Press, 2016, S. 43-45. 

Thomas E. Dorner. Strategien zur Einbeziehung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen. In: Thomas E. Dorner (Hg.) „Public Health. Von den Gesundheitsbedürfnissen der Gesellschaft zu klinischen Implikationen“. MCW – Block 22/23, Facultas Verlags- und Buchhandels AG, 2016. S. 66-67. 

Norbert Lenarzt. „Gesundheitskompetenz und Selbstregulation“. Göttingen: V&R unipress GmbH, Bonn University Press, 2012. S. 15-32.  

 

Für den Inhalt verantwortlich: Mag.a. Aušra Blaas